Aus meiner Feder

"Grenzen. Ich hörte davon. Sie existieren in den Köpfen mancher Menschen"

 

Ich mag Begrenzungen nicht. In den meisten Fällen ergeben sie für mich keinen Sinn. So handhabe ich es auch mit meinen Texten. Ich schreibe aus dem Herzen. Manchmal entsteht ein Thriller, manchmal ein Liebes- oder Fantasyroman. Jedes Buch, jeder Charakter ist einzigartig und lässt sich in kein Muster zwängen. 

 

Warum auch Psychothriller

Ich werde häufig gefragt, warum ich denn Bücher über solch "schlimme" Themen schreibe.  Sexueller Missbrauch, Gewalt, Folter, Menschenhandel... Die Reihe von Gräueltaten, die Menschen sich antun können ist endlos. Warum aber darüber schreiben?

 

Ich möchte sensibilsieren, aufmerksam machen. Die Welt braucht ebenso ehrliche und harte Bücher wie sie auch liebliche und unterhaltsame braucht. Der Leser entscheidet, was ihn gerade berührt. 

 

Ich habe gelernt, dass Menschen aus absolut verständlichen Gründen des Selbstschutzes sehr schnell wegsehen. Meine Thriller möchten euch an Ote mitnehmen (in der sicheren Umgebung der Buchseiten), die ihr hoffentlich im wahren Leben niemals betreten müsst. Ich möchte euch Einblicke gewähren. Einblicke in unsere Welt. Solche Dinge passieren Tag für Tag. Schaut hin. Wenn ihr könnt, lest solche Bücher, aber passt dabei auf euch auf. Nur wer weiß, was um ihn herum geschieht, kann aufmerksam werden und Teil einer Veränderung sein.

 

Eine Leserin schrieb einst über im "Im Regen verbrannt":

 

"Der Leser erlebt mit diesem Buch Einblicke in grausame und kranke menschliche Psychen und blickt hinter Fassaden die er vielleicht lieber nicht hätte sehen wollen, aber er erlebt gleichzeitig eine der positivsten und lebensbejahenden Geschichten überhaupt, der man sich nicht entziehen kann."

 

Dieser Satz rührt mich bis heute. Die Botschaft, die ich allen meinen Leser*innen mitgeben möchte ist, dass ihr alles schaffen könnt. Das Leben gibt euch nur Aufgaben, denen ihr gewachsen seid. Egal, wie dunkel es gerade zu sein scheint. Es gibt immer einen Weg, um aufzustehen und zu leben.

Franz Kafka schrieb es einst so passend:

„Ich glaube, man sollte überhaupt nur solche Bücher lesen, die einen beißen und stechen. Wenn das Buch, das wir lesen, uns nicht mit einem Faustschlag auf den Schädel weckt, wozu lesen wir dann das Buch? Damit es uns glücklich macht, wie Du schreibst? Mein Gott, glücklich wären wir eben auch, wenn wir keine Bücher hätten, und solche Bücher, die uns glücklich machen, könnten wir zur Not selber schreiben. Wir brauchen aber die Bücher, die auf uns wirken wie ein Unglück, das uns sehr schmerzt, wie der Tod eines, den wir lieber hatten als uns, wie wenn wir in Wälder vorstoßen würden, von allen Menschen weg, wie ein Selbstmord, ein Buch muß die Axt sein für das gefrorene Meer in uns.“

(Franz Kafka, Briefe 1902- 1924, Fischer Verlag 1998, Seite 27 ff).